„Innenansichten“ Fotografien von Peter Liptow Die Ausstellung „Innenansichten“ von Peter Liptow entstand in der Zeit der Schließung des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow (MHM Gatow) aufgrund der Covid-19-Pandemie. Der Titel „Innenansichten“ ist insofern für diese Situation symptomatisch, da er sich auf das konzentriert, was den Besuchern in der Regel – auch bei geöffnetem Museum – verborgen bleibt: die Orte und Menschen „hinter“ dem Museum, seiner Sammlung, Verwaltung, Restaurierung, seinen Ausstellungen. Peter Liptows Fotos gewähren einen Blick „backstage“, wo auch während der Lockdowns der Jahre 2020 und 2021 die Arbeit weiterging und zum Beispiel neue Ausstellungen entwickelt und fertiggestellt wurden, denen zeitweise nur leider kein Publikum vergönnt war.
Umso schöner ist es nun, den Besuchern nach der Schließzeit nicht nur das sonst öffentlich Zugängliche wieder präsentieren, sondern auch das gemeinhin Verborgene zeigen zu können.
Peter Liptow vereinigt in seiner Fotografie auf bemerkenswerte Weise die Fähigkeit, sowohl Dinge, Räume als auch Menschen in einem Bild werdenden Augenblick „festzuhalten“. Die Fotos haben eine gewisse Stille.
Peter Liptows „Innenansichten“ gewähren Einblicke in den sonst verborgenen Museumskosmos und die vielfältige Arbeit, die zum alltäglichen Museumsbetrieb dazu gehört. Wir hoffen, mit der Ausstellung den Blick die Besucher für neue Perspektiven zu öffnen und Lust auf die vielen Facetten des MHM Gatow zu machen. Denn Eines war der Flugplatz schon immer: Mehr als ein Museum!
Die Sonderausstellung „Innenansichten“ ist im Towergebäude bis zum 31. Januar 2021 zu sehen.

Im Zuge der Sonderausstellung „Innenansichten“ ist die Sonderausstellung der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau 1954 e.V. mit dem Titel
„… einfach verheerend sieht unser Spandau aus“
Zeugnisse vom Kriegsende in Spandau 1945
wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
  Die Ausstellung vermittelt, wie sich das Kriegsende von 1945 in Berlin-Spandau dargestellt hat. Insbesondere die Auswirkungen des Luftkrieges in den letzten Kriegsmonaten stehen im Zentrum der Betrachtung. Unter den Exponaten sind Gegenstände, die in dieser Zeit für die Menschen zu Alltagsgegenständen geworden sind, wie Helme, Löschgeräte, Flugblätter zum Luftschutz. Hinzu kommen Dokumente zur Kapitulation der Zitadelle, Zeitzeugenberichte und zahlreiche Fotos.Besonderheiten sind eine russische Regimentskarte von Berlin 1945, eine Schallplattenaufnahme mit Bombenangriffen und ein Gasschutzjäckchen für Babys, das glücklicherweise nie eingesetzt werden musste. Den Raum umgeben die Namen von zu Tode gekommenen Bombercrews, Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und Spandauer Bürgerinnen und Bürgern; sie verweisen auf die zahllosen Opfer dieses Krieges, der von Nazi-Deutschland seinen Ausgang genommen hatte.

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