Stolpersteinverlegung für das Ehepaar Muhs

Am Mittwoch, den 10. August 2022 um 15 Uhr, verlegt die Jugendgeschichtswerkstatt Spandau gemeinsam mit der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas Stolpersteine für Otto und Jasmine Muhs. Sie lebten im heutigen Seeburger Weg 16 in Staaken, wo auch die Verlegung stattfinden wird. Sie gehörten beide den Zeugen Jehovas an.

Verlegt werden die Stolpersteine von Auszubildenen des SOS-Kinderdorf in Gatow.

Seit 1932 betriebt das Ehepaar Muhs eine Gärtnerei auf dem Grundstück Seeburger Weg 16, auf dem sie auch wohnten. Dort versteckten sie später junge Männer, die den Wehrdienst verweigerten. Im Dezember 1942 wurden beide aufgrund ihrer illegalen Tätigkeit für die Zeugen Jehovas von der Gestapo verhaftet. Otto Muhs gelang während der Untersuchungshaft die Flucht und er lebte über 2 Jahre bis zum Kriegsende versteckt bei Freunden. Seine Frau Jasmine Muhs wurde wegen „Wehrkraftzersetzung“ verurteilt und in verschiedenen Zuchthäusern inhaftiert. Beide überlebten den Naziterror.

Nach der Stolpersteinverlegung wird die Veranstaltung in der ganz in der Nähe befindlichen Jugendfreizeiteinrichtung Räcknitzer Steig fortgeführt. Hans-Rainer Sandvoß, ehemals Gedenkstätte Deutscher Widerstand, wird einen kleinen Vortrag über die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus halten.

Die Stolpersteinverlegung findet im Rahmen eines deutsch-griechischen Jugendaustausches der Spandauer Jugendfreizeiteinrichtungen Wildwuchs und Aalemannufer statt.

Der Besuch der Veranstaltung ist entgeltfrei.

Datum: Mittwoch, 10.8.2022

Ort: Seeburger Weg 16, 13581 Berlin; Fortsetzung JFE Räcknitzer Steig 10, 13593 Berlin

Zeit: 15:00 Uhr

Bezirksamt Spandau

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