U7-Verlängerung bleibt Schlüsselprojekt für den Berliner Westen
Das Bezirksamt Spandau nimmt die aktuelle Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) zur Verlängerung der U-Bahnlinie U7 zur Kenntnis, sieht jedoch dringenden Bedarf für eine ganzheitliche Betrachtung. Aus Sicht des Bezirks bilden die derzeitigen Rechenmodelle die dynamische Entwicklung im Berliner Westen und im angrenzenden Umland noch nicht ausreichend ab.
Bezirksbürgermeister Frank Bewig betont: „Die Verlängerung der U7 ist für uns eine Frage der zukunftsfesten Daseinsvorsorge. Spandau gehört zu den am stärksten wachsenden Bezirken Berlins. Im Bezirk und auch direkt hinter der Landesgrenze entstehen neue Wohnquartiere mit tausenden zusätzlichen Einwohnern. Wir reden hier über zehntausende Menschen in Staaken, der Wilhelmstadt und der Großsiedlung Heerstraße Nord, die auf einen leistungsfähigen Nahverkehr warten. Für uns stellt sich nicht die Frage nach dem „Ob, sondern nach dem „Wie“ der Realisierung. Wir setzen auf einen konstruktiven Dialog mit dem Senat, um diese Realitäten in die abschließende Bewertung einfließen zu lassen und gemeinsam die beste Lösung umzusetzen.“
Bezirksstadtrat Thorsten Schatz ergänzt: „Aus unserer Sicht ist die Verlängerung der U7 bis zur Heerstraße Nord das klare Mindestziel. Es braucht auch eine perspektivische Weiterführung ins Umland. Das Havelland wächst rasant und die Pendlerströme erfordern eine Schienenanbindung, die diesen Namen verdient. Die U7 ist hierfür die sinnvollste Lösung. Ergänzende Systeme wie eine Straßenbahnanbindung aus Richtung Krampnitz sind denkbar, sofern sie als Zubringer zur U-Bahn fungieren und nicht als Ersatz dienen. Die U7-Verlängerung bleibt das Schlüsselprojekt für die Mobilitätswende im Westen. Entscheidend ist, dass sie kommt. Alles andere kann ergänzen, aber nicht ersetzen.“
Bezirksamt Spandau von Berlin