Erfolgreicher Abschluss des Festivals SPAM – Spandau macht Alte Musik
Update 25

Am 9. März 2025 ging mit einem bewegenden Konzert des RIAS Kammerchors Berlin die zweite Ausgabe des Festivals SPAM – Spandau macht Alte Musik zu Ende.
Reichlich zwei Wochen lang war der Berliner Stadtbezirk Spandau mit den außergewöhnlichen Veranstaltungsorten Zitadelle und der Kirche St. Nikolai ein Zentrum
der Alten Musik. Insgesamt fanden an diesen Festivaltagen mehr als 25 Veranstaltungen statt, darunter eine Ausstellung, Konzerte, Gesprächsformate,
Familienkonzerte und begleitende Führungen.

Die Auslastung der Veranstaltungen lag bei knapp 90%, die Platzkapazität pro Konzert je nach Raum bei 80 bis 460 Gästen. Damit wurde das Ergebnis der
Festivalpremiere von 2023 noch übertroffen. Ungefähr ein Drittel des Publikums kam dabei aus Spandau, etwas mehr als die Hälfte aus dem übrigen Stadtgebiet
Berlins oder dem Umland. Über 10% der Besucherinnen und Besucher ist eigens von außerhalb für den Festivalbesuch – meist mehrerer aufeinanderfolgender Konzerte
– angereist. Auffallend war die große Kontinuität des Publikums, die meisten Besucher haben an mehreren Veranstaltungen teilgenommen. Angeboten wurden die
Tickets zu moderaten Preisen.

Als besonders gelungen wurde von zahlreichen Besuchern die Ausführung des Festivalmottos „Update 25“ hervorgehoben. In allen größeren Konzerten gab es einen
Bezug auf das 25er-Jahr eines früheren Jahrhunderts, etwa mit der Hommage an den portugiesischen Dichter-König Dom Dinis (1325), mit einer Würdigung Palestrinas
anlässlich seines 500. Geburtstags (1525), mit der Erinnerung an die Premiere der ersten Oper einer Frau, Francesca Caccini (1625), an die „Vier Jahreszeiten“
von Vivaldi oder auch die Serie der Choralkantaten Bachs (1725) bis hin zur Aufführung von Werken Mendelssohns und Schuberts (1825). Obgleich die gespielte
Musik ganz unterschiedlichen Gattungen und Formen angehörte, gab es immer wieder inhaltliche Brücken zwischen den Konzerten.

Zur Mitwirkung an den Konzerten in Spandau konnten herausragende Künstler und Ensembles gewonnen werden: die Berliner Ensembles Continuum, Lautten Compagney,
Akademie für Alte Musik Berlin, Berliner Barock-Compagney, Capella de la Torre sowie der RIAS Kammerchor. Hinzu kamen für die Familienkonzerte – ebenfalls aus
Berlin – die Ensembles Sprezzatura und Aurum. Als Gastensembles wurden in Spandau das Capricornus Consort Basel, das Ricercar Consort und die Ensembles La
Rubina, Ala Aurea sowie die Solisten Miriam Feuersinger, Veronika Winter, Johanna Bartz, Pablo Sosa del Rosario, Jermaine Sprosse, Maria Ladurner, Jan Kobow und
Christoph Hammer begrüßt. Als typischen „Festivaleffekt“ gab es auch zwischen den Künstlern und Ensembles zahlreiche Treffen und Kontakte.
Beim Nachwuchstag am 1. März 2025 haben mehr als 120 Kinder, Jugendliche und Studierende in unterschiedlichen Räumlichkeiten der Zitadelle musiziert und damit
eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Alte Musik auch für junge Menschen von großer Bedeutung sein kann.

Als unersetzbarer Faktor haben sich auch bei dieser Festivalausgabe die außergewöhnlichen Konzertorte herausgestellt. Zu Gast war SPAM in acht verschiedenen
Räumlichkeiten der Zitadelle (Gotischer Saal, Italienische Höfe, Archäologisches Fenster, Ausstellung „Enthüllt“ im Proviantmagazin, Zentrum für Aktuelle
Kunst, Alte Kaserne, Zeughaus, Exerzierhalle), in der Kirche St. Nikolai Spandau sowie im Theatersaal des Kulturhauses Spandau. Die Verknüpfung dieser
architektonischen Juwelen mit der Alten Musik in atemberaubender Interpretation ist und bleibt das Markenzeichen dieses noch jungen Festivals.

Die mediale Begleitung von SPAM – Spandau macht Alte Musik wurde durch den RBB und Deutschlandfunk Kultur gewährleistet. Radio 3 vom RBB hat als Medienpartner
mit mehreren Trailern auf das Festival hingewiesen und das Eröffnungskonzert live übertragen. Deutschlandfunk Kultur zeichnete verantwortlich für zwei weitere
Konzertmitschnitte.

Veranstalter des Festivals war der Verein FKS Freunde Kulturhaus Spandau e.V. Die organisatorische Leitung lag in den Händen von Britta Richter, die
künstlerische Leitung hatten Heidi Gröger und Bernhard Schrammek inne.

Wegen der überaus positiven Resonanz streben die Veranstalter von SPAM – Spandau macht Alte Musik eine nächste Auflage des Festivals 2027 an. Sowohl aus der
Senatsverwaltung für Kultur  als auch aus der Bezirkspolitik kamen dazu bereits positive Signale.

Die verantwortliche Bezirkskulturstadträtin Dr. Carola Brückner begrüßt und unterstützt diese Entwicklung ausdrücklich: „Mit diesem besonderen Festival für
Alte Musik hat Spandau die Chance auf eine neue, unübersehbare Rolle in der Berliner Kulturlandschaft“.


Bezirksamt Spandau von Berlin

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