Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 bedeutete die Befreiung vom Nationalsozialismus und
das Ende eines verbrecherischen Regimes. Doch das Kriegsende war nicht überall mit Frieden gleich
zusetzen: Millionen Menschen wurden 1945 und 1946 aus ihrer Heimat vertrieben, entrechtet und zur
Flucht gezwungen. Auch diese Gewalterfahrungen sind Teil der europäischen Nachkriegsgeschichte.

Die Erinnerung an jene Ereignisse darf weder relativiert noch aufgerechnet werden. Sie verlangt einen
nüchternen Blick auf die historischen Ursachen, auf deutsche Schuld und Verantwortung sowie auf das
menschliche Leid, das Flucht und Vertreibung stets mit sich bringen. Gedenken bedeutet, sich dieser
Geschichte zu stellen und daraus Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft zu ziehen.

Auf dem Spandauer Friedhof „In den Kisseln“, auf dem Tausende Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und
Nachkriegsfolgen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, wollen wir gemeinsam jener Opfer gedenken
und an die Verpflichtung erinnern, Frieden, Völkerverständigung und Menschenrechte zu schützen.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer
Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung
auf dem Friedhof In den Kisseln, Pionierstraße 82, 13589 Berlin

Frank Bewig Landesvorsitzender LV Berlin
Bezirksbürgermeister von Spandau Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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